Stadtwappen Bad Reinerz

 

Bad Reinerz / Niederschlesien

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Grunwald

Auszug aus dem amtl. Deutschen Reichsadressbuch 1941/1942, Handel, Gewerbe, Industrie, freie Berufe und Behörden

Adressbuch1941_thumb

Histor. Ansichtskarten und Fotos aus Grunwald

Ansichtskarten: Hotels, Fremdenheime, Bauden, Werbeanzeigen, etc.

Grunwald liegt am südöstlichen Abhang der Hohen Mense.und umfasste eine Geländefläche von 294 ha. Bei der Gründung im Jahre 1719 auf kaiserlichem Forstboden bestanden in Grunwald zuerst nur 12 Häuser. Die Namen der ersten Siedler waren: Bartsch, Becker, Kahrig (Karger), Kreusel (Kreisel), Zwiener, Babel (Pabel), Schmidt, Grimm, Lemfeld (Lengfeld), Rolletschke, Klose, Postler, Peltz (Pils), Urban, Urner, Jung, Kastner, Zobel, Schindler, Sagner.

Das Urbarium ist aus dem Jahre 1792. Die Ansiedler mußten jährlich 60 Klafter Holz kostenlos bis zum Tag Jacobi schlagen, sie durften ihr Vieh an den Könglichen Forsten hüten und hatten hierfür eine Entschädigung von 2 bis 4 guten Groschen zu zahlen.

Grunwald war und ist ein bekannter Urlaubsort und der bekannteste Wintersportplatz in der Grafschaft Glatz (Sprungschanzen für Sprünge bis 40 m, Rodelbahn - 2 km ins Weistritztal, etc.)

In der Nähe liegt das Naturschutzgebiet “Seefelder” Grunwald bestand aus den Kolonien Buchenwinkel, Hindenburgbaude.

Forsthäuser bestanden in Grunwald und Rehdanz.

Herbergen: Hindenburgbaude (Grenzlandbaude), Berghof Rübartsch, Kammbaude Grunwald-Krone (Besitzer Fritz Urner), Ritterbaude, Adlerbaude, Gasthaus Kastner, Gasthaus Hank, Sport- und Touristenheim Lutzke, Fremdenheime Herzig und Vogel, Jugendherberge Mensehorst (beim Goldenen Stollen), Hohe Mense Baude (langjähriger Pächter Rübartsch).

Sage über den Namen Grunwald::

Der Name Grunwald soll sich herleiten von einem Flüchtling namens “Grun”. Dieser flüchtete das Weistritztal aufwärts, um seinen Verfolgern zu entgehen. Er ließ sich im Bereich der Kammhöhe (Sauhorn) des Mensegebirges nieder. Am sogen. Hüttenköppel stand eine Glashütte (später Pangratzsche Glashütte in Kaiserswalde) für die er Holzkohle brannte. Durch den Rauch der Holzkohlenmeiler, der bis Biebersdorf zu sehen war, verriet er sich und wurde gefangen.

Namensableitung:

Der Name wird jedoch aufgrund der Waldlage abgeleitet sein: Der Ort wurde mitten im grünen Wald gegründet. So hieß der Ort auch 1754 in einem Schriftstück “Grünewald”. Im Urbarium von 1792 wird das Dorf bereits Grunewald genannt. Ab dem Jahr 1818 wird der Ort mit “Grunwald” bezeichnet

Zeittafel

 

1719

 

Gründung des Dorfes als Waldarbeiterkolonie

um 1740

 

eigene Schule

1756-1762

 

Bau einer hölzernen Kapelle (24 Ellen Länge und 16 Ellen Breite ohne eigenen Geistlichen), der Zuschuss von Friedrich dem Großen für den Bau betrug 400 Fl.

1785

 

es bestehen bereits 46 selbstständige Anwesen

1857

 

Die Schule wird von 137 Kindern besucht

1888

 

Die Schule wird von 203 Kindern besucht

1892

 

Bau eines neuen Schulhauses, sowie Einrichtung einer zweiten Lehrerstelle

1904

 

Bau der jetzigen Kirche in Grunwald

 

 

Kostenlose Ziegelsteinlieferungen (über 100 Fuhrwerke) durch Josef Franz Welzel (Vorwerk- und

 

 

Ziegeleibesitzer)

1931-1932

 

Bau der 8 km langen Hindenburgstr.

 

 

 

1946

 

Hindenburgbaude wird durch Feuer vernichtet (errichtet 1927/28)

 

Statistik des Deutschen Reiches, Band 559,4, Stand 17.05.1939

von der ständigen Bevölkerung waren

.... Jahre alt

Berufszugehörige der Wirtschaftsabteilung

nach der Stellung im Beruf

unter 6

6 bis unter 14

14 bis unter 65

65 und älter

Land- und Forstwirtschaft

Industrie und Handwerk

Handel- und Verkehr

Selbst- ständige

Mithelfende Familienangeh.

Beamte, Angestellte

Arbeiter

54

85

390

45

297

65

81

89

100

63

258

Zahl der

Ständige Bevölkerung

Zahl der land- u. forstwirtschl. Betriebe mit einer Betriebsfläche von

Haushaltungen

insgesamt

männlich

0,5 - unter 5 ha

5 - unter 10 ha

10 - unter 20 ha

20 - unter 100 ha

100 ha und mehr

162

574

267

63

17

-

-

-

Einwohner 1898 = rd. 900 Personen, 1921 = 630 Personen, 1939 = 574 Personen